Die kurze Antwort
Eine Bearbeitung kann künstlich aussehen, wenn Bildteile nicht zusammenpassen. Vielleicht ist die Haut zu glatt, die Schatten zeigen in die falsche Richtung oder ein scharfes Motiv sitzt vor einem unscharfen Hintergrund.
Finde zuerst den sichtbaren Fehler. Korrigiere dann diesen Bereich und vergleiche ihn mit dem Original. Eine stärkere Bearbeitung ist nicht immer besser.
In diesem Beitrag
Das ist wichtig
- Suche nach einem konkreten Fehler, bevor du einen neuen Prompt ausprobierst.
- Prüfe feine Details und das gesamte Bild.
- Erhalte natürliche Merkmale und stimme den gewünschten Look mit dem Kunden ab.
Ein merkwürdiges Foto beweist keinen KI-Einsatz
Starke Retusche kann mit und ohne KI unnatürlich wirken. In einer Diskussion vermutete ein Kunde KI hinter übermäßig geglätteten Porträts. Andere Fotografen wiesen darauf hin, dass starke Hautglättung und andere Bearbeitungen ähnlich aussehen können.
Du musst diese Frage nicht klären, um das Bild zu verbessern. Beschreibe, was sichtbar ist: wachsartige Haut, sehr helle Augen, eine harte Freistellkante oder ein unpassender Schatten.
Mehr dazu: Nutzerdiskussion: Unzufriedenheit mit übermäßig retuschierten Porträts
Beginne bei der Person
Vergleiche für ein natürliches Porträt die bearbeitete Haut mit dem Original. Prüfe, ob Struktur, Linien und kleine Merkmale noch zur Person passen. Achte auf Zähne oder Augen, die so hell sind, dass sie vom Gesicht ablenken.
Wenn eine großflächige Bearbeitung zu viel verändert hat, gehe zum Original zurück und arbeite gezielter. Stimme den Look mit der Person oder dem Kunden ab. Manche wünschen ein stark retuschiertes Beauty-Bild, andere nur kleine Korrekturen.
Prüfe auch die Wiedererkennbarkeit. Ein schönes Ergebnis hilft wenig, wenn es nicht mehr wie die Person aussieht.
Prüfe, ob das Motiv in die Szene passt
Nutze diese Fragen beim Hintergrundwechsel oder beim Einfügen eines Objekts. So benennst du den Fehler genauer, statt nur das ganze Bild als falsch zu beschreiben.
- Licht: Kommt das Hauptlicht bei Motiv und Hintergrund aus einer ähnlichen Richtung?
- Schatten: Hat das Motiv Kontakt zum Boden, oder wirkt es schwebend?
- Größe: Passen Person oder Produkt zu den Objekten in ihrer Nähe?
- Perspektive: Passen Kamerahöhe und Blickwinkel zusammen?
- Farbe: Wirkt warmes oder kühles Licht so auf das Motiv, wie es zur Szene passt?
- Schärfe: Passen scharfe und unscharfe Bereiche zu der Stelle, auf die die Kamera offenbar scharfgestellt war?
- Kanten: Gibt es helle Ränder, fehlende Haare, harte Umrisse oder Farbreste des alten Hintergrunds?
Achte auf Details, die beim ersten Blick untergehen
Prüfe das Bild bei 100 Prozent und in der späteren Darstellungsgröße. Lies den Text auf Etiketten. Zähle bei sichtbaren Händen die Finger. Folge den Kanten von Brillen, Schmuck und Produktteilen.
Prüfe wiederkehrende Strukturen wie Gras, Stoff, Ziegel oder Haut. Achte auf Muster, die plötzlich enden, ineinanderlaufen oder sich im bearbeiteten Bereich ändern. Vergleiche wichtige Details mit dem Original, statt dich auf deine Erinnerung zu verlassen.
Wenn das Foto ein echtes Produkt, Gebäude oder eine Person zeigt, gehört Genauigkeit zur Qualität. Übernimm keine erfundenen Details, nur weil sie überzeugend aussehen.
Korrigiere einen Fehler nach dem anderen
Bewahre die Originaldatei auf. Lege Korrekturen nach Möglichkeit auf getrennten Ebenen an. Mit Photoshops Einstellungsebenen kannst du Farbe und Helligkeit ändern, ohne das Bild darunter dauerhaft zu verändern. Masken begrenzen, wo eine Ebene sichtbar ist.
Wähle die Korrektur passend zum Problem. Ist ein Teil zu hell, ändere seine Helligkeit. Blende ein falsches KI-Detail aus oder ersetze es durch das Original. Hat ein Produkt die falsche Form, nutze eine genaue Abbildung davon. Mehr Schärfe korrigiert seine Form nicht.
- Benenne den wichtigsten sichtbaren Fehler.
- Vergleiche den Bereich mit dem Original oder einer freigegebenen Referenz.
- Nimm eine gezielte Änderung auf einer separaten Ebene vor.
- Prüfe die Detailansicht und das ganze Bild erneut.
- Höre auf, wenn der Auftrag erfüllt ist. Füge keine Details hinzu, nur weil das Tool es kann.
Mehr dazu: Adobe: Bearbeitung ohne dauerhafte Veränderung des Originals
Lass zuerst ein Muster freigeben
Stimme bei Kundenaufträgen ein Muster ab, bevor du viele Bilder auf dieselbe Weise bearbeitest. Zeige Original und Vorschlag zusammen und frage nach konkreten Änderungen.
Eine hilfreiche Frage lautet: „Passt diese Stärke der Hautretusche und des Hintergrundwechsels für dich?“ So kann der Kunde eine klare Entscheidung treffen. Das hilft, eine ganze Bildserie mit unpassendem Look zu vermeiden.
Quellen und weitere Informationen
Funktionen können sich ändern. Prüfe die verlinkten Informationen für deine Version und deinen Dienst. Einige Quellen sind auf Englisch.
