Die kurze Antwort
Ein einziges Siegel kann nicht klären, ob jede Nutzung eines KI-Tools fair ist. Schau dir an, womit das Modell trainiert wurde, was du hochlädst, wer im Bild zu sehen ist und wofür du es nutzt.
Setze klare Grenzen für deine Arbeit. Nutze erlaubte Vorlagen, prüfe die Aussagen des Anbieters und beschreibe wichtige Änderungen ehrlich.
In diesem Beitrag
Das ist wichtig
- Prüfe Trainingsdaten, eigene Uploads und das fertige Bild getrennt.
- Eine Anbieterrichtlinie beschreibt dessen Vorgehen. Sie beweist nicht, dass jedes Ergebnis unbedenklich ist.
- Kläre Zustimmung, Namensnennung und erlaubte Änderungen vor dem Auftrag.
Benenne zuerst deine Bedenken
Die Frage „Stiehlt KI Kunst?“ kann verschiedene Dinge meinen: Training ohne Zustimmung, das Kopieren eines Bildes, das Nachahmen eines Künstlers oder den Verlust bezahlter Arbeit. Dafür braucht es unterschiedliche Antworten.
Schreibe auf, was dir bei deinem Projekt wichtig ist. Zum Beispiel: bekannte Trainingsquellen, erlaubte Referenzbilder, keine Nachahmung eines bestimmten lebenden Künstlers und klare Angaben zu generierten Bildteilen. Solche Regeln helfen bei der Arbeit, auch wenn Menschen grundsätzlich verschieden über KI denken.
Prüfe die Trainingsregeln des genauen Modells
Suche nach benannten Datenquellen und Angaben zu Nutzungsrechten. Prüfe, wie die Urheber einbezogen werden. Die Aussage „verantwortungsvolle KI“ auf einer Verkaufsseite beantwortet diese Fragen noch nicht.
Adobe erklärt, dass Firefly mit lizenzierten Inhalten wie Adobe Stock trainiert wurde. Dazu kommen gemeinfreie Inhalte, deren Urheberrechtsschutz abgelaufen ist. Das beschreibt Adobes Vorgehen für Firefly. Es gilt nicht automatisch für jedes Partnermodell in einer Adobe-App oder für andere Dienste.
Prüfe auch, ob deine Uploads später für Training genutzt werden dürfen. Die bisherigen Trainingsquellen und der Umgang mit neuen Kundendateien sind zwei getrennte Fragen.
Mehr dazu: Adobe Firefly: Trainingsdaten und Nutzung von Inhalten
Nutze öffentliche Angaben mit ihren Grenzen
Die EU-Kommission hat eine Vorlage für Angaben zu Trainingsinhalten von KI-Modellen mit vielen Einsatzmöglichkeiten veröffentlicht. Für Modelle, die schon vor August 2025 auf dem Markt waren, gibt es eine Übergangsfrist. Solche Angaben helfen, Datenquellen zu prüfen. Sie bescheinigen nicht, dass jedes Ergebnis rechtlich oder ethisch unbedenklich ist.
Lies, für welches Modell und welche Version die Angaben gelten. Eine Zusammenfassung ist auch kein vollständiger Rechtenachweis für jedes mögliche KI-Bild. Wenn eine wichtige Antwort fehlt, halte die Lücke fest. Ersetze sie nicht durch eine Vermutung.
Mehr dazu: EU-Kommission: Öffentliche Angaben zu KI-Trainingsinhalten
Wähle deine Vorlagen sorgfältig
Nutze eigene freigegebene Bilder oder Vorlagen, deren Bedingungen den geplanten Einsatz erlauben. Ein Bild im Internet ist nicht automatisch für jeden Zweck frei. Speichere Urheber, Quelle und Erlaubnis zusammen mit der Datei.
Beschreibe die gewünschten Eigenschaften: raues Papier, flache Farben, breite Formen oder weiches Seitenlicht. So kannst du eine Idee erklären, ohne einen bestimmten Künstler nachahmen zu lassen. Wenn ein Kunde gerade die Arbeit dieses Künstlers möchte, sprich über einen direkten Auftrag.
Namensnennung und Bezahlung sind eigene Themen. Kläre sie ausdrücklich, wenn du mit Illustratoren, Fotografen oder anderen Kreativen arbeitest.
Denke an die Menschen im und hinter dem Bild
Prüfe, ob eine Änderung eine Person falsch darstellt. Betrifft sie Gesicht, Körper, Alter oder Rolle? Lass sensible Porträtänderungen freigeben. Achte auch darauf, ob deine Bildauswahl Menschen immer wieder auf Klischees reduziert.
Überlege, was Betrachter glauben werden. Eine erfundene Szene als Entwurf hat einen anderen Zweck als ein Bild, das ein echtes Ereignis belegen soll. Erkläre wichtige erfundene Bildteile in verständlichen Worten.
Halte deine Regeln für den Auftrag fest
Eine kurze Notiz macht Entscheidungen nachvollziehbar. Prüfe sie neu, wenn sich Kunde, Modell oder Zweck ändern.
- Liste erlaubte Tools auf und notiere, worauf deine Auswahl beruht.
- Halte fest, welche Vorlagen und Bilder von Personen du verwenden darfst.
- Schreibe auf, was sich ändern darf und was stimmen muss.
- Kläre Namensnennung, Freigabe und die Beschreibung generierter Teile.
- Lass das fertige Bild von einer Person prüfen, die den Auftrag kennt.
Quellen und weitere Informationen
Funktionen können sich ändern. Prüfe die verlinkten Informationen für deine Version und deinen Dienst. Einige Quellen sind auf Englisch.
