Die kurze Antwort
KI-Bilder brauchen Computerleistung und Strom. Zur Umweltwirkung gehören auch die Kühlung, die Stromerzeugung und die verwendeten Geräte.
Es gibt keine verlässliche Strom- oder Wassermenge, die für jedes Bild gilt. Vergleiche nur klar beschriebene Messungen. Vermeide Versuche, die dich beim Auftrag nicht weiterbringen.
In diesem Beitrag
Das ist wichtig
- Eine Schätzung für einen Textchat misst nicht deine Bildbearbeitung.
- Prüfe vor einem Vergleich, was eine Umweltzahl überhaupt umfasst.
- Plane die Änderung, prüfe wenige Vorschläge und nutze freigegebene Bilder weiter.
Prüfe, was gezählt wird
Beim Training entsteht das Modell. Bei der späteren Nutzung erstellt es ein Ergebnis. Eine vollständige Betrachtung kann auch die Herstellung der Geräte und den Betrieb des Rechenzentrums umfassen. Eine Zahl für einen Teil ist nicht automatisch die Gesamtbelastung.
Die Internationale Energieagentur erklärt, dass Rechenzentren Strom für Server, Speicher, Netzwerke und Kühlung brauchen. Eine Messung nur an der Grafikkarte erfasst also weniger als eine Messung des ganzen Dienstes. Prüfe diesen Unterschied, bevor du einen auffälligen Vergleich weitergibst.
Mehr dazu: Internationale Energieagentur: Energiebedarf durch KI
Warum eine feste Zahl pro Bild täuschen kann
Ein Experiment aus dem Jahr 2025 verglich 17 Bildmodelle. Es fand große Unterschiede beim Energieverbrauch. Auch der Einfluss der Bildgröße war je nach Modell verschieden. Das sind Ergebnisse eines bestimmten Versuchs. Sie messen nicht jeden heutigen Online-Bildeditor.
Für ein fertiges Bild brauchst du vielleicht mehrere Vorschläge, Korrekturen und Vergrößerungen. Zähle diese Versuche mit, wenn du den Auftrag beschreibst. Ein einzelnes gutes Vorschaubild zeigt nicht, was für die fertige Lieferung verbraucht wurde.
Mehr dazu: Bertazzini und Team: Energieverbrauch bei der Erstellung von KI-Bildern
Wasser und Strom hängen zusammen
Berkeley Lab unterscheidet Wasser am Rechenzentrum und Wasser, das für dessen Stromerzeugung gebraucht wird. Kühlung, Standort und Stromquelle beeinflussen das Ergebnis. Ein System mit weniger Wasserverbrauch vor Ort kann mehr Strom brauchen.
Eine feste Aussage wie „ein Glas Wasser pro Bild“ braucht deshalb passende Belege für den genauen Dienst. Aus einer landesweiten Schätzung für Rechenzentren lässt sich keine genaue Zahl für deine Photoshop-Bearbeitung ableiten.
Mehr dazu: Berkeley Lab: US-Rechenzentren 2024, Erfassung des Wasserverbrauchs
Frage bei grünen Werbeversprechen genauer nach
Ein guter Vergleich prüft dieselbe Aufgabe und zählt dieselben Dinge mit. Ein günstigeres oder schnelleres Bild beweist noch keine geringere Umweltbelastung. Auch eine allgemeine Aussage zum Ökostromeinkauf eines Unternehmens reicht dafür nicht.
Wenn Daten fehlen, kannst du die Dienste nicht verlässlich danach ordnen. Gib einem Tool kein grünes Siegel aufgrund von Zahlen, die etwas anderes messen.
- Welches Modell, welche Geräte, welche Bildgröße und wie viele Ergebnisse wurden gemessen?
- Zählt die Angabe Kühlung, ungenutzte Geräte und Training mit?
- Wo und wann fand die Arbeit statt?
- Geht es um Strom, Treibhausgase, Wasser oder mehrere dieser Punkte?
- Ist die Zahl gemessen oder geschätzt? Welche Annahmen liegen ihr zugrunde?
Vermeide Arbeit, die du nicht brauchst
Du kannst die Zahl deiner Anfragen steuern, auch wenn du ihre genaue Umweltwirkung nicht kennst. Diese Schritte helfen, unnötige Versuche zu vermeiden. Sie versprechen keine feste prozentuale Einsparung.
- Notiere die nötige Änderung und die gewünschte Ausgabegröße.
- Nutze ein freigegebenes Bild weiter, wenn es den Auftrag bereits erfüllt.
- Prüfe wenige Vorschläge, bevor du weitere anforderst.
- Korrigiere einen kleinen Fehler mit einem passenden Bearbeitungswerkzeug, statt die ganze Szene neu zu erstellen.
- Vergrößere nur das gewählte Ergebnis, wenn es nötig ist. Vergrößere nicht auch alle verworfenen Vorschläge.
Beschreibe deinen Ablauf ohne erfundene Einsparungen
Für einen Kundenbericht kannst du Modell, Versuche, Bildgrößen und wiederverwendete Bilder notieren. Zum Beispiel: „Wir haben einen Hintergrund freigegeben, bevor wir die fertigen Bildformate erstellt haben.“ Das ist eine Angabe, die du prüfen kannst.
Rechne weniger Anfragen nicht ohne passende Messung in eine CO₂-Ersparnis um. Wenn Umweltwirkung für den Einkauf wichtig ist, fordere beim Dienst Angaben mit Datum und klarer Beschreibung der Messung an.
Quellen und weitere Informationen
Funktionen können sich ändern. Prüfe die verlinkten Informationen für deine Version und deinen Dienst. Einige Quellen sind auf Englisch.
