Zum Inhalt springen

KI bewusst nutzen

Darfst du KI-Bilder verkaufen und für Werbung nutzen?

Prüfe die Erlaubnis zur Nutzung, den Schutz deiner Arbeit und die Rechte deines Kunden, bevor du KI-Bilder verkaufst oder lieferst.

Die kurze Antwort

Das kann erlaubt sein. Prüfe aber das verwendete Tool, Modell, deinen Tarif und das Bild selbst. Die Erlaubnis des KI-Dienstes klärt nicht alle Rechte am fertigen Bild.

Trenne drei Fragen: Darfst du das Bild nutzen? Welche Teile sind als deine Arbeit geschützt? Und welche Rechte kannst du einem Kunden zusagen?

In diesem Beitrag
  1. Beginne mit drei verschiedenen Fragen
  2. Prüfe das Tool und deine hochgeladenen Bilder
  3. Unterscheide die Regeln in den USA und in Deutschland
  4. Denke auch an die Rechte anderer
  5. Sei bei alleinigen Nutzungsrechten genau
  6. Halte die Rechte einfach fest
  7. Quellen

Das ist wichtig

  • Prüfe die Bedingungen, die für deine Bilderstellung gelten.
  • Eine Änderung in Photoshop gibt dir nicht automatisch das Urheberrecht am ganzen KI-Bild.
  • Versprich einem Kunden keine alleinigen Rechte, die du nicht geprüft hast.

Beginne mit drei verschiedenen Fragen

Stell dir ein Plakat vor: Du nutzt dein Produktfoto, einen KI-Raum und eine gekaufte Schrift. Prüfe die Rechte für jeden Teil. Dass du den Bildgenerator bezahlt hast, klärt nur einen Teil davon.

Die Nutzungserlaubnis sagt, was der Dienst dir erlaubt. Das Urheberrecht schützt kreative Arbeit. Alleinige Rechte bedeuten, dass nur ein bestimmter Kunde eine Nutzung erhalten soll. Ein Ja zur ersten Frage beantwortet die beiden anderen nicht.

Prüfe das Tool und deine hochgeladenen Bilder

Speichere den Modellnamen, den Kontotyp und die geltenden Bedingungen. Prüfe, ob du die Ergebnisse verkaufen oder in Werbung nutzen darfst. Achte auch auf Regeln für Testfunktionen und Referenzbilder. Für dasselbe Modell können in einer App andere Bedingungen gelten als direkt beim Anbieter.

Prüfe auch deine Vorlagen. Adobes KI-Regeln verbieten zum Beispiel, Rechte anderer zu verletzen. Dazu gehören Rechte an Bildern, Marken und persönlichen Daten. Nur weil ein Tool dein Bild annimmt, hast du noch keine Erlaubnis vom Rechteinhaber.

Mehr dazu: Adobe: Regeln zur Nutzung generativer KI

Denke auch an die Rechte anderer

Ein Ergebnis kann fremde Werke wiedergeben. Das DPMA weist darauf hin, dass auch KI-Bilder bestehende Rechte verletzen können. Prüfe Logos, Figuren, Kunstwerke und erkennbare Personen. Gehe nicht davon aus, dass der Generator diese Rechte geklärt hat.

Frage, wo das Bild eingesetzt wird: nur als interner Entwurf, im Onlineshop oder in einer großen Werbekampagne? Sammle die Vorlagen und nötigen Erlaubnisse für diesen Zweck. Ein Quellenhinweis oder der Zusatz „KI-generiert“ ersetzt keine nötige Erlaubnis.

Mehr dazu: DPMA: Geistiges Eigentum in der digitalen Welt, KI und Urheberrecht

Sei bei alleinigen Nutzungsrechten genau

Wenn ein Kunde alle Rechte nur für sich möchte, kläre, was du wirklich einräumen kannst. Für eigene Fotos, gekaufte Bilder und KI-Teile können unterschiedliche Grenzen gelten. Versprich nicht ohne gute Grundlage, dass niemand ein ähnliches Bild erstellen kann.

Lass die Nutzung und Vereinbarung bei einer wichtigen exklusiven Kampagne rechtlich prüfen. Nimm die Ausgangsdateien und die Bedingungen des Dienstes mit. So lässt sich die konkrete Arbeit beurteilen.

Halte die Rechte einfach fest

Sammle vor der Lieferung die wichtigen Angaben an einem Ort. Diese Notiz hilft beim Überblick. Sie ersetzt keinen Vertrag.

  1. Liste eigene, gekaufte und generierte Bildteile auf.
  2. Notiere Tool, Modell, Konto und geltende Bedingungen.
  3. Speichere Erlaubnisse und beschreibe deine eigenen kreativen Änderungen.
  4. Kläre mit dem Kunden die Länder, Medien und Zwecke der Nutzung.
  5. Kläre offene Zusagen zu Rechten, bevor das Bild freigegeben wird.

Quellen und weitere Informationen

Funktionen können sich ändern. Prüfe die verlinkten Informationen für deine Version und deinen Dienst. Einige Quellen sind auf Englisch.